Unabhängiger Journalismus in der Diözese Rottenburg-Stuttgart
K-Punkt
„Kein
begründeter
Verdacht
wird
vertuscht,
und
jeder
Täter
wurde
und
wird
zur
Rechenschaft
gezogen,
bestraft,
aus
der
Pastoral
herausgenommen
und
vom
Dienst suspendiert.“, sagte Bischof Fürst 2018.
Redaktion
zu bestellen über:
#COM+Musik+Verlag
Ammerbuch
Postfach 17
72117 Ammerbuch
und über mail:
com-musikverlag@web.de
Preis: 14,80 €
NEUES AUS DER/DEN DIÖZESE/N
zu bestellen über:
#COM+Musik+Verlag
Ammerbuch
Postfach 17
72117 Ammerbuch
und über mail:
com-musikverlag@web.de
Preis: 14,80 €
NEUES AUS DER/DEN DIÖZESE/N
Juli 2025
"Traditionalist:innen lieben
gebratene Taube"
sagte
jüngst
eine
Bekannte
zu
mir.
Natürlich
war
mir
klar,
was
sie
damit
meinte.
Der
Hl.
Geist,
der
ja
bekanntlich
weht,
wo
er
will,
wird
auf
Bildern
gerne
als
Taube
dargestellt.
Markus
vermerkt
für
die
Taufszene
im
Jordan:
"Und
als
er
aus
dem
Wasser
stieg,
sah
er,
dass
der
Himmel
sich
öffnete
und
der
Geist
wie
eine
Taube
auf
ihn
herabkam.
Und
eine
Stimme
aus
dem
Himmel
sprach:
Du
bist
mein
geliebter
Sohn,
an
dir
habe
ich
Gefallen
gefunden."
Ein
Machtanspruch,
den
Markus
da
formuliert.
Da weht nichts mehr!
Zurück
zur
Überschrift.
Wenn
eine
Taube
gebraten
auf
dem
Teller
liegt,
dann
ist
das
mit
dem
Fliegen
vorbei,
dann
sieht
man
durchaus
noch,
dass
es
eine
Taube
war,
der
Vogel
ist
aber
gerupft,
alles
Lebendige
ist
weg.
Da
weht nichts mehr.
Aber hat die Bekannte wirklich recht?
Wenn
man
den
Widerstand
der
recht(s)gläubigen
Katholik:innen
gegen
die
Wahl
von
Frauke
Brosius-
Gersdorf
im
Kontext
sonstiger
Veröffentlichungen
beispielsweise
von
Matthias
von
Gersdorff
sieht,
dann
ist
die
Richtung
klar:
Verurteilung
des
jetzigen
Vorsitzenden
der
Deutschen
Bischofskonferenz
Bischof
Bätzing
als
Ketzer,
Verunglimpfung
eines
Dialogs
der
Argumente
und
der
Differenzierung,
Frauenfeindlichkeit,
Verbot
jeglicher
Selbstbestimmung,
und
das
alles
mit
einer
ausgewiesenen
Nähe
zu
amerikanischen
Evangelikalen
und zur AfD.
"Bischof Bätzing ist ein Ketzer!"
Es
ist
schon
gewagt
von
Matthias
von
Gersdorff,
Bischof
Bätzing
als
Ketzer
zu
bezeichnen
und
den
in
Köln
ansässigen
Erzbischof
Woelki,
der
knapp
einer
Gefängnisstrafe
wegen
Meineids
entkommen
ist,
hoch
zu loben!
Doch - wohin wollen die Traditionalist:innen?
Beispiel Tradwives
Von
Amerika
ausgehend
schwappt
der
Trend
der
sich
selbst
so
bezeichnenden
"Tradwives"
auch
über
den
Ozean
zu
uns.
Tradwives
propagieren
nicht
nur
inhaltlich
ein
konservatives
Familienmodell,
sondern
setzen
auch
optisch
auf
die
Welt
der
1950er-Jahre,
als
das
Alleinverdienermodell
in
den
USA
ebenso
wie
in
der
alten
Bundesrepublik
noch
allseits
gültige
Norm
war.
Gehen
wir
zurück
in
die
50-er-Jahre:
Genehmigung
durch
den
Mann,
wenn
eine
Frau
den
Führerschein
machen
will,
wenn
sie
arbeiten
will.
Vergewaltigung
in
der
Ehe
kann's
nicht
geben,
denn
die
Frau
sei
dem
Manne
in
allem untertan. Es zählen die 3 K's: Küche, Kinder, Kirche.
Und die katholischen Traditionalist:innen?
War das Vatikanum II überflüssig?
Ebenfalls
zurück
in
die
50-er?
Das
Vaitkanum
II
negieren?
Alle
Macht
den
Klerikern,
Amtsmissbrauch,
sexueller
Missbrauch
durch
Priester,
geistlicher
Missbrauch
von
Klerikern,
Vertuschung
durch
Versetzen!
Randerscheinung,
Einzelschiucksale.
Also
her
damit?
Die
Tradition
ist
mit
dem
Vatikanum
I
und
der
Unfehlbarkeit
des
Papstes
abgeschlossen,
es
braucht
keine
weitere
Entwicklung,
der
Geist
Markus'in
Form
einer
Taube
liegt
gebraten auf dem Teller.
Das
kann
man
so
haben
wollen
oder
nicht.
Mich
stört
das
nicht,
wenn
jemand
das
alles
freiwillig
machen
will.
Von
"Krankenkassen-wegen"
hätte
ich
dann
aber
auch
gerne,
dass
sich
Traditionalist:innen
wie
in
den
50-er
Jahren
verhalten
und
Krankheit
als
Strafe
Gottes
akzeptieren!
Keine
Palliativmedizin,
die
den
schreienden
Schmerz
der
Krebspatient:innen
lindert,
sondern
klaren
Verstands
die
Schmerzen
ertragen
bis
zum
schließlich
heiß
herbeigesehnten
Tod
(assistierter
Suizid
scheidet
aus!).
Rückkehrer:innen
in
die
50-er
sollen
auf
Palliativ-
medizin verzichten!
Liebe
Traditionalist:innen,
überlegt
es
Euch
gut,
denn
das
eine
(Rückkehr
in
die
Welt
der
50-er)
gibt
es
nicht
ohne
das
andere
(Verzicht
auf
Palliativmedizin,
Verzicht
auf
sanftes
Bohren
beim
Zahnarzt,
gleichgeschlechtliche
Ehen,
Abitur
auch
für
Arbeiter:innenkinder,
Gleichberechtigung
von
Mann
und
Frau).
Ich
bin
dankbar,
dass
wir
das
Jahr
2025
schreiben
und
nicht
das
Jahr
1950,
und
hoffe,
dass
sich
der
Geist
Gottes
wie
Phönix aus der Asche erhebt und wie wild herumflattert.
Quod licet Jovi, non licet bovi
Ein
Nachsatz
zu
Herrn
von
Gersdorff
:
Als
Arbeiterkind
bin
ich
übervorsichtig
bei
Vorschlägen
aus
dem
Adel,
insbesondere
wenn
es
um
"Rückkehr
zu
alten
Werten"
geht.
Die
Familie
Gersdorff
gehört
zum
deutschen
Uradel
seit
1301.
Da
gab
es
noch
die
Leibeigenschaft
und
die
völlige
Willkür
für
die
adligen
Herren.
Und
das
meist
in einer unheilvollen Kombination mit dem Klerus.
Wer dahin zurück will, der hebe jetzt die Hand!
Und
noch
eine
Ergänzung:
Beatrix
Amelie
Ehrengard
Eilika
von
Storch
,
geborene
Herzogin
von
Oldenburg,
will
auch
zurück
in
die
50-er,
ebenso
wie
Mariae
Gloria
Ferdinanda
Joachima
Josephine
Wilhelmine
Huberta
Gräfin
von
Schönburg-Glauchau,
besser
bekannt
als
Gloria
von
Thurn
und
Taxis
(
ja!
das
war
die,
sagte:
"Die
einzigen
beiden
Menschen
auf
der
Welt,
die
uns
heute
Klarheit
geben,
sind
Donald
Trump
und
Gerhard
Ludwig
Müller.
Ich
gehe
sogar
so
weit
zu
sagen,
dass
Gerhard
Ludwig
Müller
der
Donald
Trump
der
katholischen
Kirche
ist."
-
Müller
war
Nachfolger
von
Kardinal
Ratzinger
als
Chef
der
Glaubenskongregation
und
wurde
von
Papst
Franziskus
gefeuert)